2. Gesang vom Lager

Interpretation des Kapitels „Gesang vom Lager“ aus Peter Weiss‘ dokumentarischem Drama: „Die Ermittlung“ (Schulprojekt)

Alle Werke von Chiara B., Nina J. und Marie S.

Kreisel

Aus Leben wird Asche,
aus Asche Vergessenheit.
Einst war der Weg das Ziel.
Nun ist das Ziel das Ende.
Wer führt, sieht rot,
wer floh, sah schwarz.
Der gehobene Arm,
das Zeichen gefallener Köpfe.
Die Rampe führt herab,
herab; die einzige Richtung.
Hoffnung wird tödlich,
leben zur Bedrohung.
Einzig der Rauch verbleibt,
versengte Luft, tränkt die schwarze Lunge.
Stummes Leiden übertönt das Zischen des Feuers.
Der Wind trägt die Erinnerung
versteckt in der ewigen Nacht.
Der Knochenmann holt die Seinen,
verdammt zum immerwährenden Schlaf.
Nur Erniedrigung wiegt schwer
auf verhungerten Leibern.
Namenlose Gesichter, Gräber in Massen,
verlorene Werte, gesenkte Häupter.
Zur falschen Zeit am falschen Ort,
zur falschen Zeit dem Falschen gefolgt.
Doch wer sah still zu?

 

Doch wer sah still zu?

Doch wer sah still zu?

2. Gesang vom Lager

Interpretation des Kapitels „Gesang vom Lager“ aus Peter Weiss‘ dokumentarischem Drama: „Die Ermittlung“ (Schulprojekt) I

Alle Werke von Adrien D. S. und Esther S.

Lebe in Frieden

Kindheit? Erstochen, ertränkt, vergessen.
Es war „das Tor zwischen den Stacheldrähten“…
Unser Leben erstarrte,
die Hölle begann.

1000 Mann, 22 Pritschen, 4 Wände, 1 Raum,
aber keine Menschlichkeit!
Jedes Licht wurde uns geraubt.

Unvergessliche junge Geister kämpfen bis heute:
„ich weiß dass ich viel weiß
und ich weiß auch
dass ich nichts mehr dazulernen werde“

Denkst du, ich hätte überlebt?
Keineswegs,
längst bin ich tot!
Lebe in Frieden,

Isaac Jacob 1945!

„Der Schmutz die Wunden und die Seuchen ringsum“